Videos zur Haft in der DDR


Interviewreihe: Weibliche politische Gefangene in der DDR zwischen 1972 und 1990

Alexandra Pohlmeier führte 2017/18 Zeitzeugen-Interviews mit Frauen, die zwischen 1972 und 1990 aus politischen Gründen von einem Gericht der DDR verurteilt worden waren. Sie fragte nach den Gründen ihrer Verhaftung und Verurteilung, nach ihren Erfahrungen in der Haft und auch nach dem Umgang mit dem Erlebten in ihren jeweiligen Leben nach der Haft in Ost und West.

Zu Wort kommen: Angelika Cuno, Anne Klar, Brigitta Peschel, Elke Schlegel, Heide-Lore Fritsch, Christine Hochstein, Susanne Jäger, Sigrid Lührmann, Angelika Schmidt, Regina Eulenberger

Interviews mit verfolgten Frauen: Druckmittel Kind

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 6.1.2020

Interviews mit verfolgten Frauen: Haft überstehen

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 6.1.2020

Interviews mit verfolgten Frauen: Unschuldig verurteilt

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 6.1.2020

Interviews mit verfolgten Frauen: Rehabilitierung

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 6.1.2020

Interviews mit verfolgten Frauen: Folgen der Haft

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 9.1.2020


Von Sachsenhausen nach Hoheneck

Interviewreihe "Unschuldig verurteilt" mit weiblichen politischen Gefangenen in der SBZ

Im Kurzfilm berichten die Frauen über den Transport ins Frauengefängnis Hoheneck/Stollberg und ihre Erfahrungen in der Haft

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 10.2.2020

Stasi-U-Haft in Halle: Ein Häftling erzählt (3 Min.)

Paul Werner Wagner landete nach einem Fluchtversuch in der U-Haft der Stasi. Er erzählt, wie er die Gefangenschaft erlebt hat

mdr.de

Renate Ellmenreich: Entwürdigende Stasi-Verhöre (3.58 Min)

Renate Ellmenreich, damals Mitglied der systemkritischen Jungen Gemeinde in Jena, wurde 1976 von der Stasi verhört, weil sie einen offenen Brief gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann unterzeichnet hatte. Ellmenreich, damals hochschwanger, erinnert sich, welch perfide und entwürdigende Methoden die Stasi gegen sie und ihren Freund Matthias Domaschk anwendeten, um ihr Schweigen zu brechen.

zeitzeugen-portal, www.youtube.com, 22.3.2013

Angelika Feustel: Knast-Alltag (5.29 Min.)

Angelika Feustel schildert Alltag und Spielregeln im Frauengefängnis Hoheneck. Sie war 1977 wegen Vorbereitungen zur Republikflucht zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, die sie bis zum letzten Tag hatte absitzen müssen.

zeitzeugen-portal, www.youtube.com, 5.2.2013



Michael Verleih: Nazis in Stasi-Haft (2.04 Min.)

Michael Verleih, der wegen staatsfeindlicher Hetze zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden war, lernte in seiner Haftzeit zahlreiche junge Neonazis kennen. Einer von ihnen galt auf Grund seines Wissens über die Nationalsozialistische Politik als besonders Weise. Doch sich in der Zelle korrekt zu verhalten, musste man ihm erst beibringen, erinnert sich Verleih.

zeitzeugen-portal, www.youtube.com, 9.11.2012

Eingesperrt, um frei zu sein (1.32 Min.)

Das Frauengefängnis Hoheneck

Spiegel TV

Heidetraut Zierl: "Hölle Hoheneck" (4.40 Min.)

Die Thüringerin Heidetraut Zierl wurde im März 1982 wegen "Herabwürdigung des Staates" und "Schutz eines politisch Verfolgten" zu drei Jahren Haft im Frauengefängnis Hoheneck verurteilt. Zierl berichtet von den menschenverachtenden Haftbedingungen und der Zwangsarbeit

zeitzeugen-portal, www.youtube.com

Erich Loest über Bautzen II: "Eine unendlich nutzlose, verlorene, schädigende Zeit" (4 Min.)

Sieben Jahre Zuchthaus in Bautzen. Und das ohne Stift und Papier: Schriftsteller Erich Loest erinnert sich an die "gemordete" Zeit. (Ausschnitt aus: Dresdner Gespräch)

mdr.de, 20.12.2005)

Matthias Storck: Vernehmungsmethoden der Stasi (3.07 Min.)

Matthias Storck, damals Theologiestudent, kam 1979 als Oppositioneller in die Haftanstalt Cottbus, wo er zehn Monate lang immer wieder verhört wurde. Im Nachhinein erscheinen ihm die freundlichen Umgangsformen seines Vernehmers besonders perfide - er sei dem Stasi-Mann mitunter "auf den Leim gegangen".

zeitzeugen-portal, www.youtube.com, 2.9.2011

Vera Lengsfeld: In Stasi-Haft

GDN1950bis1959, www.youtube.com, 12.8.2011

Wo die Stasi ihre Feinde quälte (5.25 Min.)

In der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zeigen Historiker und ehemalige Häftlinge, wie der DDR-Geheimdienst politische Gegner einsperrte. Sie führen den Besucher durch Gummizellen, berichten von psychischer Folter durch Schlafentzug und erklären die perfiden Verhörmethoden der Staatssicherheit.

Spiegel TV

Wege nach Dessau - Jugendstrafvollzug der DDR im Jugendhaus Dessau

Ein Film von Matthias Golinski und René Langner (2003)

Zeitzeugen, die zu verschiedenen Zeiten inhaftiert waren, berichten über ihre unterschiedlichen Erfahrungen im Jugendhaus Dessau.

Mit freundlicher Unterstützung der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehem. DDR in Sachsen-Anhalt

vimeo.com, 2003


Matthias Storck:

Zerstörung aller Hoffnungen im DDR-Knast (1.27 Min.) 

Vernehmungsmethoden der Stasi

zeitzeugen-portal, www.youtube.com


Renate Ellmenreich: Entwürdigende Stasi-Verhöre (3.58 Min.)

Renate Ellmenreich, damals Mitglied der systemkritischen Jungen Gemeinde in Jena, wurde 1976 von der Stasi verhört, weil sie einen offenen Brief gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann unterzeichnet hatte. Ellmenreich, damals hochschwanger, erinnert sich, welch perfide und entwürdigende Methoden die Stasi gegen sie und ihren Freund Matthias Domaschk anwendeten, um ihr Schweigen zu brechen.

GDN1959bis1959, www.youtube.com

 

 

Angelika Feustel: Bericht über ihr Leben und die Stasi-Haft (6.25 Min.)

GDN1979bis1979

Bericht in zehn unterschiedlich langen Teilen. Zu den weiteren Teilen oben rechts im Film bei 1/10, 2/10 usw. anklicken


Ralf Wolfensteller: Das geheime Lager der DDR (7.07 Min.)

Der Grenzer Ralf Wolfensteller wurde wegen "Terror" und "Fahnenflucht" im März 1968 vom Militärobergericht in Leipzig zu fünfeinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Seine Haftstrafe musste er im so genannten Lager X, dem geheimen Haftarbeitslager des Ministeriums für Staatssicherheit

zeitzeugen-portal, www.youtube.com

Michael Schlosser: U-Haft im "gelben Elend" (4.23 Min.)

Michael Schlosser wurde vor seinem Fluchtversuch aus der DDR mit einem selbstgebauten Flugzeug festgenommen. In der Haft musste er menschenverachtende Umstände erdulden

zeitzeugen-portal, www.youtube.com

Karl-Heinz Böttcher: Grausame Stasi-U-Haft (4.09 min.)

Der Grenzer Karl-Heinz Böttcher wurde 1975 wegen angeblicher Fahnenflucht der Stasi übergeben und zur Untersuchungshaft in die Andreasstraße nach Erfurt gebracht. Er erzählt von den Haftbedingungen und der psychischen Gewalt

zeitzeugen-portal, www.youtube.com

Barbara Große: Mehrere Monate in Haft (3.41 Min.)

Barbara Große saß in Stasi-Haft, weil die DDR-Bürgerin Kontakt zur Prager Botschaft der Bundesrepublik hatte. Sie glaubte an eine zügige Entlassung. Stattdessen musste sie mehrere Monate im Gefängnis verbringen

zeitzeugen-portal, www.youtube.com

Rolf-Dieter Weske: Haftarbeitslager "Schwarze Pumpe" (3.12 Min.)

Rolf-Dieter Weske, der in der DDR wegen angeblicher "Republikflucht" ins Haftarbeitslager "Schwarze Pumpe" kam, spricht über die dortigen Bedingungen. Weske war als sogenannter politischer Häftling mit Kriminellen und Vergewaltigern in einer Baracke untergebracht und deren brutalen Schikanen ausgeliefert

zeitzeugen-portal, www.youtube.com

Klaus Dieter Luthardt: Als Jugendlicher im DDR-Gefängnis (4.34 Min.)

(Klaus Dieter Luthardt schildert die Haftbedingungen in der Jugendstrafanstalt Ichtershausen in Thüringen. Belastend waren nicht nur die Arbeitsbedingungen und der Druck der Normerfüllung, sondern auch die Gewaltbereitschaft vieler Jugendlicher

zeitzeugen-portal, www.youtube.com

Thomas Grund: Lehren aus der Stasi-Haft (4.19 Min.)

Die Stasi griff gegen die Unterzeichner des offenen Briefes gegen die Biermann-Ausbürgerung hart durch. Auch der Sozialarbeiter Thomas Grund von der Jungen Gemeinde (JG) aus Jena wurde zum Verhör geladen. Für die Zukunft beugte er vor

zeitzeugen-portal, www.youtube.com

Siegfried Berneis: "Ich hatte den Kanal so voll." - politische Haft in der DDR (3.15 Min.)

Siegfried Berneis berichtet über die erste Vernehmung 1961, nach seiner Verhaftung als Grenzpolizist in der DDR, sowie über die Umstände der Haftarbeit und der Verpflegung während seines Strafvollzugs im Torgauer Gefängnis Fort Zinna

zeitzeugen-portal, www.youtube.com


Untersuchungshaftanstalt – die UHA I in Berlin-Hohenschönhausen. Über 11.000 Gefangene wurden hier seit 1951 eingesperrt und verhört, um sie anschließend vor Gericht zu stellen. Hunderte Stasi-Mitarbeiter hatten dafür zu sorgen, dass die Gefangenen verwertbare Aussagen machten, um sie verurteilen zu können. Isolation, ständige Überwachung und Kontrolle prägten den Alltag der Insassen.

Die Geschichte der Haftanstalt in Berlin-Hohenschönhausen war bislang nur unvollständig erforscht. Zwei Dissertationen widmen sich jetzt erstmals umfassend der inneren Organisation des geheimsten DDR-Gefängnisses. Anhand zahlreicher bislang unbekannter Quellen untersuchen die Politikwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Martin und die Historikerin Julia Spohr in ihren Arbeiten, wie die Opfer behandelt wurden und wie die Täter agierten. In der Veranstaltung geben sie Einblicke in eines der düstersten Kapitel der DDR-Geschichte und diskutieren darüber mit einem ehemaligen Häftling und einem Psychologen.

Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, 15.12.2015


© spiegeltv, www.youtube.com, 7.7.2010


© Marc B., www.youtube.com


Isolationshaft im Strafvollzug bei politischen Häftlingen der DDR. Ein Zeitzeuge, inhaftiert wegen versuchter Republikflucht, berichtet über den Stasiknast. Auszug aus einer Fernsehdokumentation zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung 2010.

© drwiesner, www.youtube.com


Interview mit der Autorin Manuela Polaszczyk (Spuren der DDR-Vergangenheit, ISBN 978-3-941122-35-2), welche im DDR-Frauengefängnis Hoheneck durch die Hölle ging. Verraten vom eigenen Vater.

© Michael Schneider, www.youtube.com


© Melanie Jacob, www.youtube.com


Ein Zeitzeuge (DDR) berichtet von den Vernehmungsmethoden der Stasi im Berliner Gefängnis Hohenschönhausen. Ort: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (Memorial Center). Jahr: 2012.

© undklappe, www.youtube.com


Verhöre, Einschüchterungen, Schikanen und Isolation. Diese Tortur musste der junge Ost-Berliner 1987 im geheimen Stasi-Knast Berlin-Hohenschönhausen über sich ergehen lassen. Der Grund: Er hatte versucht, über Ungarn nach Westdeutschland zu fliehen.

© Soundphotographer, youtube


Weiteres Video mit Mario Röllig über seine Stasi-Haft in Berlin-Hohenschönhausen

© phoenix, www.youtube.com

Ende der achtziger Jahre saß Mario Röllig wegen versuchter Republikflucht in Untersuchungshaft des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Hohenschönhausen. Er scheiterte damals bei seiner Flucht nach Jugoslawien, nachdem er das Angebot, bei der Stasi mitzuarbeiten, abgelehnt hatte.

Inzwischen engagiert sich Röllig u.a. in der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.


© Dokumentationen, www.youtube.com


© Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V., www.youtube.com