Videos über Erinnerungsarbeit zur DDR


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Peter Keup wuchs in der DDR auf, war Turniertänzer und gehörte sogar zum Nationalteam der DDR. Zugleich wurde er von der Geheimpolizei Stasi observiert und durfte nicht in den Westen reisen. Peter Keup unternahm einen Fluchtversuch, scheiterte, kam in Haft und wurde schließlich per Freikauf in die Bundesrepublik abgeschoben. Im Interview, aufgenommen am Rand der 3. Regionalkonferenz des Koordinierenden Zeitzeugenbüros (KZB), spricht Peter Keup über seine Erfahrungen als Zeitzeuge an Schulen und anderen Lernorten, verrät, welche Frage seine Zuhörer_innen besonders interessiert und warum die Bildungsarbeit sein ganzes Leben verändert hat.

 

Das KZB ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.


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Gilbert Furian war Mitglied der Jungen Gemeinde und wurde deshalb 1961 aus der FDJ ausgeschlossen. Damit war es ihm nicht möglich, das angestrebte Dolmetscherstudium aufzunehmen. Er machte eine Lehre als Verkehrskaufmann, absolvierte seinen Grundwehrdienst bei der NVA und studierte anschließend Philosophie, bis er 1970 wegen einer Stellungnahme gegen den Einmarsch der Warschauer Vertragsstaaten in die CSSR exmatrikuliert wurde. 1982 interviewte er Ost-Berliner Punks und versuchte, das Material auch Freunden in den Westen zukommen zu lassen. Dafür verurteilte ihn das Stadtbezirksgericht Berlin-Lichtenberg 1985 wegen „Anfertigens von Aufzeichnungen, die geeignet sind, den Interessen der DDR zu schaden" zu zwei Jahren und zwei Monaten Freiheitsentzug. 1986 wurde er durch die Bundesrepublik freigekauft, entschied sich aber für den Verbleib in der DDR. Dort gründete er 1989 innerhalb der IFM die „Projektgruppe Politische Justiz in der DDR " und vertrat das Neue Forum am Runden Tisch im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Heute führt er Besucher durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

 

"Stimmen der Opposition" ist ein Projekt der Deutschen Gesellschaft e.V. und wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Das Gespräch führten Schüler der Evangelischen Schule St. Marien in Neubrandenburg.


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