Audios zur Aufarbeitung der SED-Diktatur


Das Stasi-Unterlagen-Archiv auf dem Weg ins Bundesarchiv

Das Jahr 2021 ist ein besonderes für das Stasi-Unterlagen-Archiv. Denn am 17. Juni wird es Teil des Bundesarchivs. Was das für die Nutzung der Akten bedeutet und was aus dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) wird, darüber spricht der derzeitige BStU Roland Jahn im Podcast mit Dagmar Hovestädt und Maximilian Schönherr

bstu.de, 6.1.2021

Persönliche Akteneinsicht

Die persönliche Akteneinsicht im Stasi-Unterlagen-Archiv dient auch heute noch vielen zur Aufklärung des eigenen Schicksals zu Zeiten der DDR. Sie ist eine zentrale Aufgabe des Stasi-Unterlagen-Archivs. Über drei Millionen Anträge gingen dazu seit 1992 ein. Susann Freitag ist eine von ca. 350 MitarbeiterInnen an 13 Standorten, die diese Anträge bearbeiten. Sie verhilft Menschen zur Einsicht in Unterlagen, die die Stasi zu ihnen angelegt hat

bstu.de, 11.11.2020

Visuelle Überwachungspraxis

Weit über zwei Millionen Fotos sind Teil des Bestand des Stasi-Unterlagen-Archivs. Dr. Philipp Springer hat in seiner Studie "Im Blick der Staatssicherheit" dieses visuelle Erbe der Stasi zum ersten Mal umfassend betrachtet und analysiert. Ein Gespräch über das Medium Fotografie im Alltag einer Geheimpolizei

bstu.de, 14.10.2020

Vom Abhören und Digitalisieren

Abertausende Tonträger, Filme und Datenbänder des Stasi-Unterlagen-Archivs müssen in die Zukunft gerettet werden. Dr. Jens Niederhut, Archivar und Historiker, leitet seit 2017 das Referat Digitalisierung und erklärt die Details dieser Mammutaufgabe. Seine Begeisterung gilt zudem der umfangreichen Sammlung der von der Stasi auf Tonbändern mitgeschnittenen Gerichtsprozesse - etwas einzigartiges in Deutschland. Im Gespräch wird dies durch ein eindrückliches Hörbeispiel illustriert, nämlich aus dem 1961 stattfindenden Prozess gegen den Dachdecker Walter Praedel

bstu.de, 5.8.2020

Recht und Gesetz

Günter Bormann arbeitet seit 1993 beim BStU und ist heute Justiziar des Hauses. Er begleitete unter anderem einen langjährigen Rechtsstreit, bei dem Altkanzler Helmut Kohl vor 20 Jahren die Herausgabe von Stasi-Unterlagen zu seiner Person verhindern wollte. Bormann war auch an Arbeiten zur Novellierung des Stasi-Unterlagen-Gesetz beteiligt. Ihn bewegen Fragen zur Staatskriminalität und staatlichem Unrecht

bstu.de, 20.5.2020

Der frühe Bundesnachrichtendienst und die DDR

Der erste westdeutsche Geheimdienst entstand 1946 im Auftrag der USA und hieß zunächst Organisation Gehlen. Was wusste die Organisation und der 1956 gegründete Bundesnachrichtendienst (BND) über die DDR und das Wirken der Stasi ? In dieser Folge tauschen sich Experten, die an der historischen Erforschung des BND seit 2011 arbeiten, über diese Phase deutsch-deutscher Geheimdienstarbeit aus. Der Podcast wiederholt Teile einer Veranstaltung des BStU in Zusammenarbeit mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

bstu.de, 13.5.2020

Auf der Suche nach Quellen und Familiengeschichte

In Folge 2 spricht die Wissenschaftlerin Anne Pfautsch mit Maximilian Schönherr über ihre Suche nach historischen Quellen zur DDR-Fotografie und Familienforschung im Stasi-Unterlagen-Archiv

bstu.de, 15.4.2020

Da fehlt doch was! Wenn Stasi-Akten lückenhaft sind

Ein Stasi-Opfer aus München auf der Suche nach seiner Vergangenheit. In den Archiven findet er: Wenig. Schwärzungen, verschwundene Akten und die Frage: Wird es in Zukunft noch schwerer, die DDR Vergangenheit aufzuklären?

br.de, 6.11.2019

Stasi: Schuld ist in meiner DNA 

Schauspielerin Anna Fischer will auf den Tisch hauen, alle Geheimnisse müssen raus. Das kann auch für uns richtig wehtun, wie unsere Nachforschungen beweisen. Waren unsere Eltern bei der Stasi?

ardaudiothek.de, 25.9.20

Wo ist meine Akte? Wie alles anfing

Ab dem Dezember 1989 besetzten mutige Bürgerinnen und Bürger die Dienststellen der Stasi in Erfurt und anderen Städten der DDR und schließlich im Machtzentrum des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin. In unserem Podcast kommen zwei Zeitzeugen sowie ein Historiker zu Wort, der die Vernichtungsaktionen der Stasi wissenschaftlich untersucht hat

bstu.de, 21.4.2020

Wo ist meine Akte - eine Podiumsdiskussion

Der Sturm auf die Berliner Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit am 15. Januar 1990 gilt als dramatischer Moment von Betroffenen, die sich damit das Recht auf Auskunft und Aufklärung über die Machenschaften der Stasi sichern wollten. Damit gelang es, die Vernichtung von Akten, mit der das MfS bereits begonnen hatte, zu stoppen. 30 Jahre später - am 15. Januar 2020 - beleuchtete am historischen Ort ein Gespräch mit den Zeitzeugen Gabriele Stötzer und Stephan Konopatzky sowie dem Historiker Roger Engelmann die Kontroversen der Zeit über den Umgang mit den Akten

ardaudiothek.de, 12.3.2020

Nachwendekinder. Das Schweigen der Eltern über die DDR

Johannes Nichelmann ist ein Nachwendekind, 1989 in Ostberlin geboren. Vom Alltag in der DDR weiß er wenig, denn die Elterngeneration schweigt. Also beginnt er zu recherchieren

ardaudiothek.de, 3.3.2020

 

www.enquete-online.de

Rückblick und Perspektiven der Aufarbeitung in Deutschland und Osteuropa

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 20.1.2020

Forum

30 Jahre nach der Einheit: Ist die DDR-Geschichte aufgearbeitet?

Es diskutieren: Marianne Birthler - ehem. Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Berlin, Dr. Helge Heidemeyer - Leiter der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk - Historiker, Berlin

ardaudiothek.de, 13.1.2020

Generationen, Diktatur und Alltag in der DDR

Doch kein ganz normales Leben?

Die äußere Geschichte der DDR als Diktatur mit einem verbrecherischen Überwachungsapparat ist oft erzählt worden. Trotzdem beschreiben viele Menschen ihr Leben dort als angenehm, interessant und wertvoll. Es gibt keine einfache Geschichte der DDR, sondern viele Geschichten

deutschlandfunk.de, 26.5.2019

Enquete Online - Rückblick und Perspektiven der Aufarbeitung: Podiumsdiskussion

Vor 20 Jahren beendete die zweite Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in der SBZ / DDR ihre Arbeit. Ein zentrales Ergebnis der Kommissionen war die Errichtung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die vor 20 Jahren am 2. November 1998 ihre Arbeit aufnahm. Anlässlich dieses Doppeljubiläums hat die Bundesstiftung Aufarbeitung am 2. November 2018 um 11 Uhr zu einer Festveranstaltung eingeladen.

Dabei wurde das Themenportal https://enquete-online.de/ der Öffentlichkeit vorgestellt. Es präsentiert erstmals online die mit 29.000 Druckseiten umfangreichen Ergebnisse der beiden Kommissionen sowie zahlreiche Hintergrundinformationen, Zeitdokumente, Fotos sowie Audio- und Videomaterialien

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 2.11.2018

Rede von Armin Nassehi beim Festakt 20 Jahre Bundesstiftung Aufarbeitung

Wir blicken zurück auf 20 Jahre Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. 1998 wurde die Stiftung vom Deutschen Bundestag per Errichtungsgesetz gegründet. Am 17. Oktober 2018 haben wir unser 20. Gründungsjubiläum im Museum für Kommunikation begangen. Es war uns eine besondere Freude, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kulturstaatsministerin Monika Grütters und den Soziologen, Professor Armin Nassehi, begrüßen zu dürfen. Armin Nassehi hat in seinem Vortrag den Blick auf die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in der Vermittlung unserer jüngsten Geschichte gerichtet

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 17.10.2018

Traumjob Treuhand? Akteure im Dialog mit der Forschung

Die Arbeit der Treuhandanstalt wird bis heute kontrovers diskutiert. Vor allem für Ostdeutsche gilt sie als Symbol für die Schattenseiten der Wiedervereinigung. Ihr Personal verantwortete zwischen 1990 und 1994 den radikalen Umbau der DDR-Planwirtschaft in eine liberale Marktwirtschaft. Dieser Prozess ging mit erheblichen gesellschaftlichen Spannungen und politischen Konflikten einher

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 5.7.2018

Gelenkter Protest? SED, Stasi und Studentenbewegung

Im Juni 1967 erschoss ein West-Berliner Polizeibeamter während einer Demonstration den Studenten Benno Ohnesorg. Wie sich erst viele Jahre später herausstellte, war dieser Beamte zugleich Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Hier zeigt sich beispielhaft, wie intensiv das SED-Regime versuchte, auf die 68er-Bewegung und die von ihr angestoßene gesellschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik einzuwirken

stiftung-aufarbeitung.de, 5.6.2018

1968: Mythos Ost – Mythos West (PODIUMSDISKUSSION)

»1968« ist über die Jahrzehnte für viele zum Mythos geworden. Die Folgen der gesellschaftlichen Wandlungsprozesse der späten 1960er-Jahre, die heute unter »1968« firmieren, und des Generationenprotestes der Studentenbewegung befeuern auch 50 Jahre später noch die Debatten über das Selbstverständnis der Bundesrepublik. Doch der Mythos »1968« nährt sich nicht nur aus der westlichen Perspektive und Erinnerung

stiftung-aufarbeitung.de, 10.4.2018

Vergangenheit mit Zukunft? Die Aufarbeitung der SED-Diktatur – Bilanz und Perspektiven

Die Vorschläge der Expertenkommission des Deutschen Bundestages zur Zukunft des BStU haben eine neue Diskussion über den Sinn und Nutzen der Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in Deutschland ausgelöst. Diese Debatte bezieht sich auch auf die Aufarbeitungsinstitutionen und die Auswirkung ihrer Tätigkeit auf die deutsche Vereinigungsgesellschaft. Die Veröffentlichung der Empfehlungen nahm die Bundesstiftung Aufarbeitung zum Anlass, darüber zu debattieren, welche Bilanz die Akteure unterschiedlicher Felder der Aufarbeitung – Opfergedenken, Erinnerungskultur und Gedenkstätten, Wissenschaft, schulische und außerschulische Bildung sowie gesellschaftliche Aufarbeitung - ziehen

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 4.7.2016

Abgeschlossene Sammelgebiete? Die DDR, der Kommunismus und die historische Forschung

Die Bundesstiftung Aufarbeitung und das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung haben Thomas Lindenberger, Leiter der Abteilung »Kommunismus und Gesellschaft« am ZZF Potsdam, dazu eingeladen, über den Stand und die Perspektiven der historischen Forschung zum Kommunismus sowie über die Frage zu sprechen, wie die DDR in diese Geschichte einzuordnen ist. Die Veranstaltung fand in memoriam Hermann Weber und aus Anlass des Erscheinens der Ausgabe 2016 des von ihm begründeten Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung statt. Das Gespräch wurde von Ulrich Mählert, Bundesstiftung Aufarbeitung, moderiert

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 15.3.2016


Zwischen zwei Staaten - Die Dritte Generation Ostdeutschland


Zwischen zwei Staaten - Einführung Dr. Anna Kaminsky (8.16 Min.)

Am 14. November 2013 eröffnete die Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anna Kaminsky, die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten“. Sie erinnerte daran daran, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur nicht als Selbstzweck einer Generation verstanden werden dürfe. Es sei die Aufgabe einer ganzen Gesellschaft, unsere Demokratie vor weiterhin auftretenden Gefahren, wie z.B. extremen Einstellungen, Politikverdrossenheit oder sozialer Ungerechtigkeit, zu schützen.

Eine Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Kooperation mit dem Bundespräsidialamt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Vergangenheit erinnern - Demokratie gestalten".

Bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Grußwort Bundespräsident Joachim Gauck (11.56 Min.)

In der dritten Veranstaltungsrunde der Reihe „Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten“ am 14. November 2013 diskutierten Podium und Publikum gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck zum Thema "Zwischen zwei Staaten. Die 'Dritte Generation Ostdeutschland'". Zu Beginn der Veranstaltung hielt der Bundespräsident die begrüßende Eingangsrede. Er verwies auf die historische Prägungen der verschiedenen Generationen und, dass auch die nach der Wiedervereinigung Geborenen durch die Geschichten älterer Generationen und die jeweils spezifischen Erfahrungen der Geschichtenerzählerinnen und Geschichtenerzähler geprägt seien. Generell gebe es daher nicht nur die eine Geschichtserzählung in Ost und West

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Podium

Die dritte Veranstaltung der Veranstaltungsreihe “Vergangenheit erinnern – Demokratie gestalten” am 13. November 2013 setzte sich mit der sogenannten “Dritten Generation Ostdeutschland” auseinander. Im Schloss Bellevue diskutierten Schüler und Schülerinnen, Studierende und junge Erwachsene gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck und den Podiumsgästen Stephanie Maiwald, Karl Ulrich Mayer, Sabine Rennefanz und Johannes Staemmler zum Thema "Dritte Generation Ostdeutschland". Im Zentrum der Debatte stand die Frage nach ihrer historischen Prägung und ihrem Selbstverständnis. Das vorliegende Video ist der Livemitschnitt der Podiumsdiskussion

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Podiumsgespräch

In der dritten Veranstaltungsrunde „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 13. November 2013 im Schloss Bellevue diskutierten Stephanie Maiwald, Karl Ulrich Mayer, Sabine Rennefanz und Johannes Staemmler über die historische Prägung, das Selbstverständnis und die Rolle der “Dritten Generation Ostdeutschland”. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion war auch das junge Publikum mit Angehörigen der Initiative “3te Generation Ostdeutschland”, nationalen und internationalen Teilnehmenden des Studienkollegs zu Berlin, einer Seminargruppe des Freiwilligen Sozialen Jahres im politischen Leben, Schülerinnen und Schüler der Katholischen Theresienschule Berlin und einer Projektgruppe der Stiftung Demokratische Jugend eingeladen, weitere Fragen zu stellen

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Interview mit Anna Kaminsky

Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, spricht im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 14. November 2013 über den Stand der Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte. Ein breiter politischer und gesellschaftlicher Konsens über die Bedeutung der Aufarbeitung der deutschen Geschichte sei wesentlich für die zukünftige gemeinsame demokratische Entwicklung. Aufarbeitung müsse aber differenziert stattfinden und sei nicht auf den Zeitraum bis zum Mauerfall beschränkt. Auch Fehler und Irrtümer des Einheitsprozesses müssten heute in den Blick genommen werden

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Interview mit Bundespräsident Joachim Gauck (6.10 Min.)

Bundespräsident Joachim Gauck erläuterte im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 14. November 2013 im Schloss Bellevue, dass die Aufarbeitung der belasteten Vergangenheit immer länger dauere als der Verlauf der Vergangenheit selbst. Der öffentliche Diskurs über die Vergangenheit müsse weiterhin geführt werden, da Diktaturerfahrungen und spezifische Prägungen sonst weiter unter der Oberfläche bestehen blieben und die gegenwärtige demokratische Entwicklung belasteten

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Interview mit Stephanie Maiwald (5.45 Min.)

Stephanie Maiwald, Kulturreferentin bei der Schweizerischen Botschaft in Berlin, wuchs in Frankfurt am Main und in der Schweiz auf. Im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 14. November 2013 im Schloss Bellevue erzählt sie von den eigenen Berührungspunkten mit der DDR(-Vergangenheit) im Familienkreis. Sie ist Mitgründerin der Initiative „3te Generation Ostdeutschland“, als ausschlaggebend dafür benennt Stephanie Maiwald ihre Studienzeit in Frankfurt an der Oder und das Vorfinden überholt gedachter Ost-West-Klischées. Als das Ziel ihres Engagements beschreibt Stephanie Maiwald insbesondere die Öffnung des Diskurses zu individuellen Geschichten; diese zu erzählen und aufzuarbeiten sei aus ihrer Sicht besonders wichtig für das zukünftige Miteinander in der deutschen Gesellschaft

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Interview mit Karl Ulrich Mayer (4.05 Min.)

Der Soziologie-Professor und Präsident der Leibniz-Gesellschaft, Karl Ulrich Mayer, erläutert im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 14. November 2013 im Schloss Bellevue die zwei unterschiedlichen Arten des Generationenbegriffs. Zum einen gebe es die Kategorisierung der Generationen in die Eltern- und Großelterngeneration, zum anderen bezeichne dieser Begriff eine Gruppe von Jahrgängen mit ähnlichen Orientierungen und Einstellungen. Die sogenannte Verantwortung der Generationen sieht er in beiden Arten verortet. Jede Generation müsse ihre eigene Sichtweise durchsetzen, trage aber auch Verantwortung dafür, der älteren Generation zuzuhören und ihre Perspektive ernst zu nehmen. Über die Betrachtung der historischen Prägungen der älteren und heute „Dritten Generation“ und deren Verantwortung hinaus dürfe nicht die Arbeitslosigkeit und das Armutsrisiko aus dem Blick verloren werden. Auch diese beträfen heute eine ganze Generation und seien eine Gefahr für die Demokratie

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Interview mit Sabine Rennefanz (4.51 Min.)

Die Autorin und Journalistin Sabine Rennefanz berichtet im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 14. November 2013 im Schloss Bellevue über die Vielseitigkeit ihrer eigenen Identität, die nicht nur an Ost und West festgemacht werden könne. Wenn sie auf die Entwicklungen seit dem Mauerfall zurückblicke, empfinde sie den Einigungsprozess als zu schnell abgewickelt. Seit der Wiedervereinigung innerhalb der Bundesrepublik spielten ostdeutsche Identitätsmerkmale nur eine nachgeordnete Rolle. Zudem gab es aus ihrer Sicht wenig Chancen für die Entstehung gemeinsamer Werte oder Symbole. Ihre Elterngeneration sei besonders vom Umbruch und somit von diversen Unsicherheiten betroffen gewesen. Mit Blick auf diese Generation ergebe sich für Sabine Rennefanz daher ein Bild enttäuschter Illusionen und konfuser Autoritäten

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Interview mit Johannes Staemmler (4.35 Min.)

Johannes Staemmler, Mitgründer der „3ten Generation Ostdeutschland“, wurde 1982 in Dresden geboren und erzählt im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 14. November 2013 im Schloss Bellevue, dass er wenig spezifische Erinnerungen an das Leben in der DDR – als das damalige politische System und die Gesellschaft – habe, dennoch aber mit „ostdeutschen“ Erinnerungen groß geworden sei. Insbesondere in seiner Studienzeit habe er sich mit dem Thema Herkunft befasst und vielfältige Unterschiede in der Sozialisation der Ost- und Westdeutschen festgestellt. Als „stumme“ Generation bezeichne er die eigene, „Dritte Generation Ostdeutschland“, da sie bisher im Kontext der Erinnerung und Aufarbeitung die vorangegangene Generationen zu wenig gefragt habe

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013

Zwischen zwei Staaten - Interview mit Sandra Matthäus (4.54 Min.)

Deutschland sei mehr als nur ein in Ost und West kategorisierbares Land, sondern sei vielmehr eine Migrationsgesellschaft, so Sandra Matthäus, Mitglied der „3ten Generation Ostdeutschland“, im Interview im Anschluss an die Veranstaltung „Zwischen zwei Staaten. Die ‚Dritte Generation Ostdeutschland'“ am 14. November 2013 im Schloss Bellevue. Das Vollziehen einer „Einheit“ könne und dürfe daher auch nicht mehr das gesellschaftliche Ziel sein. Es gehe vielmehr darum, eine gleiche Wertigkeit bei den bestehenden Unterschieden herzustellen. Als Chance ihrer Generation bezeichnet Sandra Matthäus insbesondere die Thematisierung von „Ohnmacht“ und „Abwertung“ und die Möglichkeit, Brücken zu älteren Generation zu bauen. Sie wünscht sich, dass darüber hinaus auch geguckt werde, wo und inwiefern Anpassung und Konformität in der heutigen Gesellschaft – wenn auch in einem anderen Gewand – wieder stattfinde

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 14.11.2013


Archivradio - Geschichte in Originaltönen

2011: Die Arbeit in der Stasi-Unterlagenbehörde

Archivgespräch bei der Bundesbehörde für die Unterlagen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik BStU. Aufgenommen am 10. Februar 2011 in Berlin Lichtenberg. Maximilian Schönherr spricht mit den Ton-Archivarinnen Katri Jurichs und Elke Steinbach. Länge: 38 Minuten

ardaudiothek.de, 2.3.2011

„Der Mensch wird nicht mit demokratischen Genen geboren“

Redebeitrag von Prof. Dr. Beate Neuss, Vorstandsmitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung

28.9.2008

„Die Kuscheldiktatur hat es nie gegeben“

Ministerpräsident Stanislaw Tillich warnt in seiner Rede vor einer Verharmlosung der DDR-Diktatur

Konrad-Adenauer-Stiftung, 28.9.2008



Die folgenden Veranstaltungsmitschnitte der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sind leider nach Neugestaltung von deren Internetseite noch nicht wieder erreichbar. Ich hoffe, sie nach und nach wieder erreichbar machen zu können.


Die Suche nach dem Osten. Die DDR in den Medien

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 7.6.2016

Archive als Akteure der Aufarbeitung

bundessstiftung-aufarbeitung.de, 18.4.2016

Abgeschlossene Sammelgebiete? Die DDR, der Kommunismus und die historische Forschung

Abendveranstaltung in memoriam Hermann Weber

bundessstiftung-aufarbeitung.de, 15.3.2016

Die DDR als Chance. Neue Perspektiven auf ein altes Thema

bundessstiftung-aufarbeitung.de, 1.3.2016

Bewaffneter Friede. Die Militarisierung der DDR-Gesellschaft

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 9.6.2015

„Wo ist die Mauer heute, an der ich mir den Kopf blutig rennen kann?“

Die Revolution und ihre Kinder - Ostdeutschland eine Generation später

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 8.12.2014

Rehabilitiert und entschädigt (?)

20 Jahre 2. SED-Unrechtsbereinigungsgesetz

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 1.12.2014

»Lebt nicht mit der Lüge«– Zwei Leben in einem Land

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 20.11.2014

Verweigerte Anerkennung: Auswirkung bei SED-Verfolgten

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 6.6.2013

20 Jahre SED-Unrechtsbereinigungsgesetz

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 1.11.2012

20 Jahre Enquetekommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Bundessstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

8.5.2012

Ein Schuss Willkür oder Unrechtsstaat?

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 30.3.2012

50 Jahre Mauerbau: Formen des Gedenkens und Erinnerns an die SED-Diktatur

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 8.6.2011

»DDR-Geschichte in Forschung und Lehre. Bilanz und Perspektiven«

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 23.9.2010

6. Zeitgeschichtliche Sommernacht Revolution und Vereinigung 1989/90

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 27.8.2009

»5. Zeitgeschichtliche Sommernacht«

Die 5. Zeitgeschichtliche Sommernacht zog aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Bundesstiftung Aufarbeitung eine Zwischenbilanz der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur in Deutschland, aber auch den kommunistischen Diktaturen in Europa in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 2.9.2008

»20 Jahre friedliche Revolution und deutsche Einheit«

Wie lässt sich die Erinnerung an die deutsche und europäische Teilung und deren Überwindung lebendig machen?

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 13.3.2008

Berlin, 25. Oktober 2007
15 Jahre SED-Unrechtsbereinigung
bundesstiftung-aufarbeitung.de, 25.10.2007

"In einem Anfall von Depression..." - Selbsttötungen in der DDR

bundesstiftung-aufarbeitung.de, 2.11.2006