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Gedenkkreuze und Kränze vor der Berliner Mauer

Zum Tod von Peter Rösch

Ein aktives, gemeinschaftsorientiertes Leben: Peter Rösch, „Blase“, engagierter SED-Opponent aus Jena bleibt unvergessen.

„Was auch immer du brauchst oder wenn es dir mal schlecht geht, ich bin immer für dich da“, so äußerte sich „Blase“, todkrank, gegenüber einer langjährigen Freundin aus Jena, als diese ihn Mitte Mai auf der Intensivstation im Klinikum Friedrichshain besuchte. Ende März war er ins Koma gefallen und nur selten noch aufgewacht.

Diese Worte, die vermutlich zu seinen letzten gehören, bringen sein Leben auf den Punkt. Wen er in sein Herz geschlossen hatte, für den war er da und bot Hilfe an, wo er nur konnte. Und das betraf einen riesigen, stets wachsenden Freundes- und Bekanntenkreis. Sein Freund und langjähriger Begleiter, der vor vier Jahren verstorbene Pfarrer Walter Schilling, nannte ihn deshalb manchmal „atheistischer Christ“. Ja, Peter Rösch war ein Protestant ohne Gottesglauben. Also nicht linksevangelikal, sondern eher in der Art von „Stell Dich mitten in den Regen … und versuche, gut zu sein.“ „Wir träumten davon, die sozialistische Gesellschaft zu verändern, das System menschlicher zu machen und auf diese Weise die Freiheit zu erringen", erläuterte er noch 2016 der von Adam Michnik herausgegebenen polnischen „Gazeta Wyborcza“. Am 17. Mai ist Peter Rösch, unser „Blase“ verstorben. Sein Körper konnte nicht mehr...


26.6.2017


Gieriger Genosse

Stasi-Offizier als größter Wirtschaftsverbrecher in der DDR

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall gibt es noch Interessantes aus der Ost-Vergangenheit. Ein Stasi-Offizier als Wirtschaftsverbrecher? In einem neuen Buch geht es um einen ausgebufften Funktionär und ein vermeintliches Attentat auf Erich Honecker

mz-web.de, 26.6.2017



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Bildnachweis: Hintergrundfoto: © Matteo Paciotti / Foto oben: © Takahisa Matsuura