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Einzelne Todesfälle an der Berliner Mauer sind durch die Medien bekannt geworden. Doch bis heute sind die Anzahl, die Identität und das Schicksal der Todesopfer weitgehend unbekannt. Wie viele Menschen kamen zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer tatsächlich ums Leben? Wer waren diese Menschen? Wie kamen sie zu Tode? Wie wurde mit den Familienangehörigen und dem Freundeskreis der Toten umgegangen? Welche öffentlichen und politischen Reaktionen lösten die Todesfälle in Ost und West aus? Welche Konsequenzen hatte das DDR-Grenzregime für die Schützen sowie die militärischen und politischen Befehlsgeber nach 1990? Wie wird der Todesopfer inzwischen gedacht? Das biographische Handbuch gibt Antworten auf diese Fragen. Die Lebensgeschichten und Todesumstände der Mauertoten werden in Text und Bild dokumentiert und in den zeitgeschichtlichen Kontext eingebettet. Die Autoren haben dazu neben den einschlägigen Archiven alle Verfahrensakten und die Stasi-Unterlagen systematisch ausgewertet und durch Interviews mit Angehörigen und Zeitzeugen ergänzt.

C.H. Links Verlag

Ausstattung: Broschur
Format: 16.5 x 21.5 cm
Seitenzahl: 528
Abbildungen s/w: 111
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte
ISBN: 978-3-86153-517-1
Erschienen: 08.2009

€ 24,90


Pressestimmen

Die Historiker Hans-Hermann Hertle und Maria Nooke haben nach allen Regeln der historischen Wissenschaft insgesamt 575 Biografien überprüft, um die genaue Zahl der Maueropfer zu erarbeiten. (...) Alle Schicksale werden in dem hervorragenden Buch ausführlich geschildert, die Motive der Flucht werden beschrieben und oft zahlreiche bisher unbekannte Details vorgestellt.
Sven Felix Kellerhoff, Die Welt, 10.8.09

Das Buch verzichtet auf jedes Pathos, ersetzt ideologisch vorgefasste Meinungen durch sauber zitierte Quellen – ohne persönliche Erinnerungen auszublenden. So öffnet sich der Blick dafür, dass das, was sich am Todesstreifen abspielte, keineswegs immer in das Täter-Opfer-Bild passte, das man sich in Ost und West so machte.
Constanze von Bullion, Süddeutsche Zeitung, 12.8.09

Dass neben den historischen Daten aus den Archiven der Westberliner Behörden, der Staatssicherheit und der DDR-Grenzpolizei zugleich auch die biografischen Hintergründe, Motive und Todesumstände der Opfer durch neue umfangreiche Quellen und Materialien dokumentiert werden, ist die besondere Leistung des Handbuches.
Rolf Lautenschläger, taz, 12.8.09