Humanitäre Hilfe der BRD

Artikel, Audios, Videos


Ein Rückblick auf die Diktatur in der DDR ist unvollständig ohne Informationen zu den humanitären Aktionen der BRD bis zum Fall von Berliner Mauer und innerdeutscher Grenze.

Meist wird in dem Zusammenhang von Häftlingsfreikäufen gesprochen, was aber der Gesamtsachlage nicht gerecht wird und nur ein Aspekt der Bemühungen der jeweiligen westdeutschen Regierung war, mit den Folgen des Unrechts in der DDR umzugehen.

 

Häftlingsfreikäufe waren ein Aspekt humanitärer Bemühungen, andere waren Familienzusammenführungen, Einsatz für bessere Bedingungen von politischen Gefangenen in der DDR in Gerichtsprozessen und Haftanstalten sowie auch Austausch von Agenten.

Wikipedia: Häftlingsfreikauf


Artikel


Mission Freiheit

Nutznießer des SED-Regimes

Als Wanderer zwischen beiden Welten hat Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, der zugleich in Ost- und West-Berlin eine Lizenz besaß, insgesamt 33 755 Menschen die Freilassung aus DDR-Gefängnissen ermöglicht, wobei die meisten von ihnen in die Bundesrepublik überwechselten

faz.net, 13.4.2015

Wie die DDR ihre Häftlinge verkaufte

Geld für die Ausreise von Menschen - auch das war Teil der deutsch-deutschen Geschichte. Mehr als 33 000 politische Häftlinge kaufte die BRD bis 1989 aus der DDR frei. Einer der ersten war Manfred Hildebrandt

mz-web.de, 19.10.2014

Der Mann, der die Stasi herausforderte

Vor 25 Jahren öffnete die DDR ihre Grenzen. Doch Günter Weinhold wollte vorher in den Westen. Er bekam so viel Ärger, dass sogar die Tagesschau berichtete

augsburger-allgemeine.de, 1.7.2014

Ex-DDR-Häftling Werner Ross: Freiheit ja, Westen nein

Viel Geld hat die BRD in die Hand genommen, um politische Gefangene aus DDR-Haftanstalten freizukaufen. Werner Ross gehört dazu. In den Westen wollte er aber nicht – und musste trotzdem gehen

badische-zeitung.de, 6.2.2013

Nach einem Jahr DDR-Knast wurde ich freigekauft

3,5 MILLIARDEN D-MARK ZAHLTE DIE BRD FÜR DEN FREIKAUF POLITISCHER HÄFTLINGE AUS DER DDR. DAS NEUE BUCH „FREIGEKAUFT – DER DDR-MENSCHENHANDEL“ BESCHREIBT SCHICKSALE UND HINTERGRÜNDE. BILD DRUCKT AUSZÜGE

bild.de, 15.11.2012

DDR kassierte pro Kopf bis zu 96.000 D-Mark

Rund 400.000 Anträge auf Ausreise in den Westen von 1972 bis 1989 - Die Bundesrepublik zahlte insgesamt 2,5 Milliarden D-Mark

freiepresse.de, 13.3.2009

Selbst der Papst konnte nicht helfen

Jutta Gallus durfte ihre Töchter nach einem Freikauf aus DDR-Haft sechs Jahre lang nicht sehen. Nun stellte sie ihre Biografie vor

Der Tagesspiegel, 5.10.2006

Freigekauft vor zwanzig Jahren

Rückschau eines Betroffenen

Konrad-Adenauer-Stiftung, November 2004


Audios


Zum Anhören:

Gekaufte Freiheit (126 Min.)

Häftlingshandel zwischen DDR und Bundesrepublik Deutschland

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, 9.10.2012


Videos


Zum Ansehen

Heinz Dörr: Gefangenenfreikauf bei Nacht und Nebel

www.youtube.com

Im Niemandsland an der deutsch-deutschen Grenze war Heinz Dörr als Chef des Notaufnahmelagers in Gießen viele Male Zeuge von DDR-Häftlingsfreikäufen. Bei Nacht und Nebel wurden sie in Bussen über die Grenze bei Herleshausen gebracht und noch während der Fahrt auf ihre neue Lebenssituation vorbereitet.

Karl-Heinz Brunk: Auf der Lauer (Teil 1)

Seit 1963 wurde zwischen DDR und Bundesrepublik der Freikauf politischer Häftlinge praktiziert. Über die geheimen Verhandlungen zwischen den beiden deutschen Staaten wussten nur wenige Bescheid. Als einer der ersten dokumentierte der Fotograf Karl-Heinz Brunk den Gefangenentransport am Grenzübergang in Herleshausen. Er erinnert sich an diesen Auftrag vom Magazin stern, den er eigentlich gar nicht annehmen wollte.

GDN1970bis1979, www.youtube.com, 2.7.2013

Karl-Heinz Brunk: Auf der Lauer (Teil 2)

Entgegen Empfehlungen des Deutschen Presserats gab das Magazin stern dem Fotografen Karl-Heinz Brunk den Auftrag, die Transporte freigekaufter Gefangener aus der DDR zu fotografieren. Von dieser Aktion waren nicht nur die DDR-Truppen, sondern auch der Bundesgrenzschutz überrascht, erinnert sich Brunk.

GDN1970bis1979, www.youtube.com, 2.7.2013

Horst Niepel: Gefangenentransporte bei Nacht

"Herzlichen Glückwunsch, Sie sind jetzt Bürger der Bundesrepublik", mit diesen Worten begrüßte Horst Niepel die politischen Gefangenen aus der DDR, die von der Bundesrepublik freigekauft worden waren. Niepel, Fahrschullehrer, der zugleich die Gefangentransporte fuhr, erinnert sich an die Nacht und Nebel Fahrten zur Grenze in Herleshausen und die Freude der neuen Bundesbürger.

GDN1970bis1979, www.youtube.com, 2.7.2013


Buch über den Anwalt Wolfgang Vogel, Vermittler beim Häftlingsfreikauf.

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