"Wendet euch gegen ein Gericht, das die Rechtssprechung wie einen Auftrag zur Auslöschung des politischen Gegners betreibt, – selbst wenn ihre Opfer noch Kinder sind. Fordert die Aufhebung des furchtbaren Urteils!"
Mit diesen Worten wandte sich am 10. Oktober 1951 der Chefredakteur des "Tag", Wilhelm Gries, über den RIAS an die deutsche Öffentlichkeit. Ingesamt 130 Jahre Zuchthaus hatte das Zwickauer Landgericht gegen 19 Jugendliche verhängt, die als die "Werdauer Oberschüler" in die Geschichte eingegangen sind. Achim Beyer gehörte zu jener Widerstandsgruppe, die in der westsächsichen Kleinstadt mit Flugblättern gegen die Scheinwahlen des SED-Staates protestiert hatte.
Mit diesem Buch kann erstmals unter Verwendung von Stasi- und SED-Akten, anhand von Erinnerungsberichten und Privatfotos eine Analyse der damaligen Ereignisse vorgenommen werden. Aus der Perspektive des Betroffenen lässt der Autor seine Leser teilhaben an den damaligen Ereignissen und ihren Folgen.
Evangelische Verlagsanstalt Leipzig
3. Aufl. 2008, 112 Seiten, Paperback
ISBN 978-3-374-02070-6
9,80 EUR (inkl. 7 % MWSt. zzgl. Versand)
ZUM AUTOR
Achim Beyer, Jahrgang 1932, Diplom-Volkswirt und Wissenschaftlicher Dokumentar, war als einer der "Werdauer Oberschüler" von 1951 bis 1956 in der DDR inhaftiert. Noch 1956 in den Westen geflohen, war er von 1963 bis 1993 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Gesellschaft und Wissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und dort in der DDR- und vergleichenden Deutschlandforschung tätig.
Gegen Vergessen und Verdrängen der Diktatur in der DDR 1949 - 1989