Tondokumente zur Opposition in der DDR

Jürgen Fuchs und die Dissidenz in der DDR

friedlicherevolution.de, 14.5.2009

Die Stasi und die Opposition
"Neues Forum" und "Demokratie jetzt" sind gegründet. Auch die SDP ist bereits ins Leben gerufen. "Demokratischer Aufbruch" und andere Gruppen stehen in den Startlöchern. Die Opposition, das ist im Spätsommer 1989 unübersehrbar, formiert sich. Wie reagiert die DDR-Führung? Welche Strategien verfolgt der Staatssicherheitsdienst?
Darüber sprechen wir mit dem Historiker und Autor Ilko-Sascha Kowalczuk

friedlicherevolution, 15.9.2009

Berlin, 11. Februar 2008

»Der aufrechte Gang. Opposition, Widerstand und Zivilcourage in der Diktatur«

Podiumsgespräch mit Dr. H.C.Karl Fricke, Ulrike Poppe, Ulrich Schwarz, Moderation: Dr. Ilko-Sacha Kowalczuk
Politische Gegnerschaft gegen die SED-Diktatur begleitete die SBZ/DDR zu allen Zeiten ihrer Existenz. Die Zahl der politischen Häftlinge, die ihr Engagement für demokratische Rechte und Freiheiten mit langen Haftstrafen büßten, geht in die Hunderttausende. Zahlreiche Todesurteile wurden vor allem in den 40er und 50er Jahren vollstreckt. Im Herbst 1989 konnten die Menschen in der DDR erleben, dass friedlicher Protest eine Diktatur niederringen kann. Am 12. Februar feierte Rainer Eppelmann seinen 65. Geburtstag. Aus diesem Anlass lud die Bundesstiftung Aufarbeitung am Vorabend zu einem Podiumsgespräch ein, das der Frage gewidmet war, welche Motive und Gründe Menschen zu unterschiedlichen Zeiten dazu bewogen, gegen Diktaturen zu opponieren und Widerstand zu leisten.
Kurzinfo (123 KB) Veranstaltungsbericht (17 KB)

Begrüßungsworte Markus Meckel,
Vorsitzender des Stiftungsrats (mp3; 09:22min; 6,90 MB)
Einführung Dr. Ehrhart Neubert
(mp3; 31:52min; 24,00 MB)

Podiumsgespräch Teil 1
(mp3; 20:32min; 14,45 MB)
Podiumsgespräch Teil 2
(mp3; 40:21min; 28,50 MB)

Berlin, 09. Juli

»In Prag ist Pariser Kommune – Protestaktionen in der DDR gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings«

Vortrag und Podiumsgespräch. Gemeinsam mit der Robert Havemann Gesellschaft Berlin und der Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Das Jahr 1968 steht in der europäischen Erinnerungskultur vor allem für die westeuropäische Studentenbewegung. Welche Bedeutung der Prager Frühling und dessen Niederschlagung für die Menschen in Ostmitteleuropa hatte, wird erst nach und nach deutlicher. Zwar wurde auch die 68er-Generation des Ostens von den Fernsehbildern, der Mode und der Musik des jugendkulturellen Aufbruchs im Westen geprägt. Hinzu kam jedoch der lange währende Schock, als im August 1968 sowjetische Truppen in der CSSR alle Hoffnungen auf einen »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« zunichte machten. Vor allem jüngere Menschen nahmen dies widerstandslos hin. Welche Zäsur das Jahr 1968 für DDR-Bürger darstellen konnte, berichteten vier Zeitzeugen, die damals auf unterschiedliche Weise ihren Protest zum Ausdruck gebracht hatten. Ein Einführungsvortrag resümierte die Bedeutung des Jahres 1968 für die DDR-Gesellschaft und vermittelte zudem einen Eindruck davon , wie vielfältig der Widerspruch in der DDR gegen die Intervention in der CSSR war.
Kurzinfo (150 KB) Veranstaltungsbericht (71 KB)

Einführungsvortrag Dr. Ilko-Sascha
Kowalczuk (mp3; 22:42min; 10,7 MB)
Podiumsdiskussion Teil 1
(mp3; 22:59min; 10,8 MB)

Podiumsdiskussion Teil 2

(mp3; 22:33min; 10,5 MB)

Podiumsdiskussion Teil 3

(mp3; 35:44min; 16,8 MB)

Berlin, 20. Juni 2007

»Eine Alternative?« Reformhoffnungen in der Ära Honecker

Vortrag und Podiumsgespräch mit Ulrike Poppe, Guntolf Herzberg, Ulrich Schwarz, Wolfgang Templin. Gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung, Inforadio und der Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Vor 30 Jahren veröffentlichte Rudolf Bahro sein Buch »Die Alternative. Zur Kritik des real existierenden Sozialismus« vorab im Magazin »Der Spiegel«. Der einst regimetreue Journalist sezierte darin die Anatomie des real existierenden Sozialismus und entwarf seine Strategie einer kommunistischen Alternative. Im August 1977 kam er in Stasi-Haft und wurde zu einem der bedeutendsten Dissidenten der DDR. Vortrag und Podiumsgespräch gehen der Frage nach, welchen Stellenwert »Die Alternative« für die oppositionellen Gruppen in der DDR hatte. Wie sahen andere Reformvorstellungen aus? Und warum gelang es dem SED-Regime trotz massiver Repression seit Mitte der 1970er Jahre nicht, die Erneuerungshoffnungen der Bevölkerung zu ersticken und der entstehenden Oppositionsbewegung Herr zu werden?
Veranstaltungsflyer (141 KB) Veranstaltungsbericht (18 KB)

Die Aufzeichnung der Veranstaltung wurde am 26.08.2007 im RBB inforadio gesendet.
Begrüßung

Dr. Michael Schneider (mp3; 05:34min; 3,92 MB)

Begrüßung Michael Stognienko

(mp3; 02:15min; 1,58 MB)

Einführung Wolfgang Templin

(mp3; 30:53min; 21,72 MB)

Teil 1 (mp3; 03:42min; 2,60 MB)
Teil 2 (mp3; 14:20min; 10,01 MB)
Teil 3 (mp3; 21:44min; 15,29 MB)
Teil 4 (mp3; 27:04min; 19,04 MB)
Teil 5 (mp3; 10:03min; 7,08 MB)

Berlin, 14. Juni 2007

»Kaltgestellt«– Intellektuelle in den Knast

Gedenkveranstaltung und Podiumsgespräch mit Erich Loest und Gustav Just, Moderation: Christoph Links.
Gemeinsam mit der Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Im Jahr 1957, vier Jahre nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953, werden prominente Kritiker der SED-Herrschaft verhaftet, verurteilt und wegen »konterrevolutionärer Gruppenbildung« inhaftiert. Weil sie sich über alternative Sozialismusmodelle in der DDR Gedanken machten, verschwanden Wolfgang Harich, Gustav Just, Walter Janka, Erich Loest u. a. für Jahre in den Gefängnissen der DDR. 50 Jahre später soll an diesen Willkürakt erinnert und über die Ursachen sowie die Folgen des Geschehens für den Einzelnen und für die Entwicklung einer oppositionellen Bewegung in der DDR diskutiert werden.
Veranstaltungsflyer (225 KB) Veranstaltungsbericht (13 KB)

Begrüßung Dr. Michael Schneider (mp3; 07:46min; 5,34 MB)
Lesung Erich Loest (mp3; 24:48min;17,02 MB)
Podiumsdiskussion (mp3; 47:25min; 32,56 MB)

Berlin, 13. März 2007

»Manfred Klein – Jugend zwischen den Diktaturen oder: Aus dem FDJ Zentralrat ins Gefängnis nach Bautzen«

Vortrags- und Zeitzeugenveranstaltung. Gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung
Am 13. März 1947 wird der damals 22jährige Christdemokrat Manfred Klein in Ost-Berlin vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet. Sein Schicksal teilten damals noch weitere junge Parteigänger der CDU, die sich dem Vormachtanspruch der SED verweigerten. Manfred Klein zählte indes nicht nur zu den Mitbegründern der FDJ, sondern vertrat seine Partei bis zu seiner Verhaftung auch in der Führung der Jugendorganisation. 1948 von einem Militärtribunal verurteilt, kam Klein nach Bautzen, von wo er 1956 entlassen wurde. Anhand Kleins Jugend zwischen den Diktaturen lässt sich nachzeichnen, wie der politische Neuanfang in der SBZ früh Kurs auf eine Diktatur genommen hat.
Veranstaltungsflyer (237KB) Veranstaltungsbericht (68KB)

Begrüßung Dr. Brigitte Kaff (mp3; 04:05min; 1,63 MB)
Rainer Eppelmann (mp3; 10:17min; 4,12 MB)
Vortrag Dr. Michael Richter (mp3; 32:37min; 13,06 MB)
Podiumsdiskussion (mp3; 62:17min; 24,95MB)

Berlin, 06. Februar 2007
Frieden schaffen ohne Waffen – Die Friedensbewegung in Deutschland und das Ende des Kalten Krieges
Zeitzeugengespräch. Gemeinsam mit Inforadio und der Landesvertretung Bremen
Im Herbst 1981 gingen in ganz Westeuropa die Menschen auf die Straße, um gegen die atomare »Nachrüstung« zu demonstrieren. Auch in der DDR formierte sich eine unabhängige Friedensbewegung. Am 25. Januar 1982 veröffentlichen der Kommunist Robert Havemann und der evangelische Pastor Rainer Eppelmann ihren »Berliner Appell«, der die Militarisierung der SED-Diktatur anprangerte, die junge Menschen drangsaliert, wenn sie den Aufnäher »Schwerter zu Pflugscharen« trugen. Das Bild der westdeutschen Friedensbewegung war uneinheitlich: Demonstrierte man »nur« gegen NATO Raketen oder auch gegen die SS 20? Inwieweit instrumentalisierte die SED die westdeutsche Friedensbewegung? Gab es grenzüberschreitende Kontakte zu den unabhängigen Gruppen im Osten? Beförderten Kriegsangst und Friedenssehnsucht die Herausbildung der DDR-Opposition? Hat die europäische Friedensbewegung in Ost und West die Blockkonfrontation aufgeweicht und damit den friedlichen Fall der Mauer mit möglich gemacht?
Veranstaltungsflyer (126KB) Veranstaltungsbericht (64 KB)

Veranstaltungsmitschnitt (mp3; 71:24min; 50,00 MB)

Berlin, 16. März 2009

Traditionen widerständigen Verhaltens gegen die kommunistische Diktatur in der Frühzeit von SBZ und DDR

Öffentliche Abendveranstaltung/Podiumsdiskussion
Die Friedliche Revolution ist unbestritten das herausragende Ereignis der deutschen Freiheitsbewegungen. Aber sie ist auch der Schlusspunkt einer Vielzahl von Widerstandsaktionen, die die Errichtung der kommunistischen Diktatur in SBZ und DDR Zeit ihres Bestehens begleiteten. Viele der Akteure aus den 1940er/1950er Jahren, die ihr Eintreten für demokratische Rechte mit langen Haftstrafen bezahlten, sind im Laufe der Jahrzehnte in den Hintergrund getreten. Mit dieser Veranstaltung, auf der Protagonisten des frühen Widerstands über ihre Erfahrungen und Motivationen berichteten, wurden die Traditionen widerständigen Verhaltens in SBZ und DDR fokussiert.
Veranstaltungsflyer (229 KB) Veranstaltungsbericht (14 KB)

Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky
(mp3; 06:45min; 4,8 MB)

Jaqueline Boysen (DeutschlandRadio Berlin) im Gespräch mit Zeitzeugen.

Teil 1 (mp3; 27:04min; 19,0 MB)
Teil 2 (mp3; 17:28min; 12,3 MB)
Teil 3 (mp3; 15:55min; 11,2 MB)
Teil 4 (mp3; 32:22min; 22,8 MB)
Teil 5 (mp3; 26:27min; 18,6 MB)

 

Quelle: Mediathek der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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